Sonntag, 9. August 2015

Uskedalen, Norwegen, 7. bis 9. August 2015

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Die ganze Nacht hat es durchgeregnet und gewütet wie verrückt! Also, dachten wir, dass wir am Vormittag nur bis Kleppevik fahren, um am darauf kommenden Tag, die Fahrt nach Uskedalen fortzusetzen. Heute morgen schlief ich wie ein Stein, als Heike rief: Ententeich, Ententeich! Der Wind war abgeschaltet und der Regen hatte aufgehört zu gießen, ich denke Petrus war auch nur ein Mensch, oder?

Im Nu waren wir beide fertig und bereit, doch direkt nach Uskedalen zu segeln, mit Motorhilfe.
Unterwegs hatten wir mit dem Nieselregen zu tun. Kurz darauf  kamen die ersten Sonnenstrahlen raus. Wir haben das gute Wetter, buchstäblich, nach Uskedalen gebracht. Der Liegeplatz ist gut und wir sind richtig kaputt. Während eines kurzen Spaziergangs, haben wir beschlossen, erst morgen weiter zu denken!

Samstag den 8.
Die Sonne lacht uns aus den Federn, es ist mild und herrlich. Unser erster Gedanke, auf in die Berge. Hier gibt es so viele Wege, die man wählen kann. Durch das Tal, am Lachs-Fluss entlang, oder auch, für etwas wanderwütigere Gäste, hoch ins Gebirge bis fast 1300m.
Für uns Sesselpupser war die Strecke durch das Tal, gerade anstrengend genug, zumal die Sonne für die Hitze sorgte.
Nach 3,5 Stunden waren wir wieder zurück, nicht ohne unsere Bäuche mit wilden Johannisbeeren und Himbeeren voll zu schlagen. Wir hoffen, dass es uns mehr genützt hat, als geschadet!

Hier sind wir in Sunnhordland, von herrlichen, zum Teil noch schneebedeckten, Bergen umgeben.
Morgen soll es, nach Norheimsund, weiter gehen, Segeln soll möglich sein, Südwind ist angesagt. Die Sonne wird sich wohl versteckt halten.

Route: 54 Seemeilen, bis heute: 1208
11:05 Stunden, Temp.: 14-20°C
Sonnenaufgang: 05:30, Sonnenuntergang: 21:54












Scheiden tut weh!
Vorbei an Bergen

Die Fähre ist sicherlich vor uns in Dänemark!
Hat weniger Glück als wir gehabt

Lukksundbrücke voraus!









Angekommen ...


Die Wanderung ...









Sunnhordland, ein Eldorado für Wanderer!











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Donnerstag, 6. August 2015

Blomvaag, Norwegen, 3. bis 7. August 2015

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Wieder haben wir bis 10:30 Uhr gewartet, um die 15m Brücke, südlich von Hardbakke, zu passieren. Es hat sich aber herausgestellt, dass unsere Befürchtungen grundlos waren.
Danach haben wir Sognefjord einfach überquert, um später unter Vollbesegelung, die Pforte zum Ulvsundet zu erreichen.
Kaum fuhren wir durch den Fjord, ist uns ein Licht aufgegangen, was für eine Gegend, unbeschreiblich schön.

Blomvaag gehört zum Øygarden und wie wir meinen, ein muss!
Unsere Begeisterung hat, die über Hardbakke übertroffen und das soll was heißen!

Die 2 Stege gehören einem Fjordhotel. Die Geschäftsführerin des Etablissements, rothaarig mit grünen Augen, hat uns persönlich das Abendessen zubereitet, eine Beköstigung nach Feierabend!

Nun sind wir seit 2 Tagen hier, gestern hat es an einem Stück geregnet und gewütet, nur eine kleine Pause und wir waren im örtlichen Lokal zum Essen. Nichts kulinarisches, wie es sich herausstellte. Tagesgericht bestand aus Frikadellen, Kartoffeln und TK-Gemüse, na und?

Heute war es warm und sonnig, herumschnüffeln war angesagt. Ein langer Spaziergang brachte uns neue Impressionen, 2 Kilo Krabben und eine Heimfahrt, zum Schiff, mit einer sehr netten Norwegerin. Überhaupt, ich stelle fest, dass wir hier von netten Menschen verwöhnt werden, klasse!

Die Krabben werden, durch zaubernde Hände von Heike gleiten und versehen mit Mono-Knoblauch und verschiedenen Gewürzen, für unseren Gaumenkitzel vorbereitet.

Bis Donnerstag werden wir hier, dieses mal, vom Wind festgehalten, 5-6 Bft SO. Am Freitag soll es dann einen richtigen Schlag in den Hardangerfjord geben und zwar direkt bis Uskedalen, der Wind wird aber wahrscheinlich ausfallen, der Regen anscheinend nicht!

Route: 37 Seemeilen, bis heute: 1154
08:11 Stunden, Temp.: 13-17°C
Sonnenaufgang: 05:20, Sonnenuntergang: 22:12












Harbakke, nach dem Ablegen durch unzählige Pricken ...
... und unter der Brücke durch, unser Objekt des Bedenkens!


Der Eingang zum Sognefjord, friedlich
Angekommen ...
















Wieder, die Hinterlassenschaft, ...
... Flugwache und Bunkeranlagen von Neshaugen ...



Die Landschaft hier, einmalig!

Wer den Schaden hat ...


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Dienstag, 4. August 2015

Hardbakke, Norwegen, 2. bis 3. August 2015

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Floroe, bei der Abfahrt war das Wetter ruhig aber regenverdächtig. In voller Montur haben wir abgelegt.
Es hat sich bewahrheitet, bis Mittag hat es immer wieder geregnet. Der Ostwind kam zu vorlich, genau in die Nase. Um dem späteren Starkwind aus dem Weg zu gehen waren wir mit 2000 Umdrehungen unterwegs. Immer wieder konnten wir die Segel dazu nehmen, um zum Schluss ganz auf die Maschine zu verzichten. 
Ab Mittag wurde das Wetter herrlich, sonnig und bis 17°C.

Die Landschaft unterwegs hat uns fasziniert. Hardbakke ist eine ruhige Oase, mitten in einer wunderschönen Landschaft mit mugeligen Bergen. Sie tragen auf dem Kopf, scheinbar locker, die Reste von vergangenen Zeiten.

Im Hafen hat ein freundlicher Skipper 2 Boote versetzt, um die Anlegestelle für uns frei zu machen, wie kann man sich bedanken?

Route: 38 Seemeilen, bis heute: 1117
09:14 Stunden, Temp.: 10-17°C
Sonnenaufgang: 04:14, Sonnenuntergang: 22:19












Der Hafen von Floroe hinter uns ,,,
... und Kong Harald schwimmt an uns vorbei!


"den Norske hest" in Sonnenschein
Die Steine scheinen aufgesetzt!


Die lieblichen Berge gehören dazu ...

Hardbakke, so der Sommer, so der Strand!
Die Kirche ist all gegenwärtig
Blumenpracht, überall
Der Spaziergang brachte neue Perspektiven ...



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Montag, 3. August 2015

Floroe, Norwegen, 29. Juli bis 1. August 2015

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Nordwind gewünscht, Nordwind bekommen. Wir mussten aber eine Brücke, mit 15m Durchfahrtshöhe, passieren, somit waren wir gezwungen, die Tide um 13 Uhr abzuwarten.
eine halbe Stunde vorher haben wir abgelegt, um vor der Brücke, die Zeit zum Schleppen zu nutzen. Durch die Engstellen und Untiefen waren wir aber schnell durch, so dass wir einige Runden vor der Brücke zu drehen hatten, von Fisch keine Spur.

Kaum hatten wir die Brücke passiert, hat die Hornelen mit 860m Höhe, unser Blickfeld ausgefüllt, überwältigend.
Nach dem wir die mächtige Klippe hinter uns hatten, hat der Wind zugelegt. Unter wolkigem Himmel vor dem Wind und die Wellen, Spaß pur. Die Arbeitsgenua brachte uns auf über 7 knoten.
Nach der Wende Richtung Süden aber hat die Heftigkeit zugenommen, die Anzeige brachte es auf 32 knoten, in Boen.
Die Genua auf Gästehandtuch-Größe eingerollt, hatten wir 7,4 knoten über Grund. Die Genua zitterte immer wieder und wurde entsprechend eingerollt. Kurz vor dem Hafen in Floroe, haben wir durch das Schieben mit Motor, die Genua ruhiggestellt.
Der Starkwind hat uns bis in den Hafen verfolgt, es gab aber kaum noch freie Plätze. Eine kurze aber intensive Runde hat uns, im Innenhafen, einen Platz beschert.
Heike hat die einzige deutsche Seglerin am Ort zu Hilfe gerufen. Sie hat sich mächtig ins Zeugt gelegt, bis wir ablandig vertäut waren, tausend Dank. 

Die nächste Aufgabe, schnell zum Optiker! Meine Brille hatte einen Bügel verloren, besser als beide. Seit Tagen machte ich damit rum und versuchte mit Sonnenbrille gleicher Stärke, den Verlust wett zu machen, mit großen Einschränkungen.

Die Optikerin haben wir jedoch erst heute Morgen erreichen können und nun sitze ich hier, mit reparierter Brille und schreibe diese Zeilen. Ich denke, es klemmten NOK 750 an der Bruchstelle, die entfernt werden müssten. Nichtsdestotrotz sind wir glücklich, dass so schnell und professionell uns geholfen wurde.

Beim Verlassen des Hafens in Rugsund, wurden wir von, sich formierenden, Wildgänsen begleitet. Jedesmal, wenn wir in Norwegen sind, geben uns die Gänse, die Zeit des Aufbruchs vor. Damit sind wir immer wieder gut gefahren.

Hier scheint die Sonne, noch, und wir bekommen auch jeden Tag unsere Brötchen gratis serviert, was will man denn mehr?

Übrigens, Floroe ist die westlichste Stadt Norwegens! 

Route: 23 Seemeilen, bis heute: 1079
05:50 Stunden, Temp.: 15-19°C
Sonnenaufgang: 04:59, Sonnenuntergang: 22:33












Rugsund, bleib uns erhalten!


Die Hornelen ziert sich ...






Wir werden verfolgt, es ist noch ruhig
Die Unruhe setzte sich im Hafen fort ...

... am darauf kommenden Tag wurde etwas ruhiger
Wir haben nicht erfahren können, ...












... warum alles so bestrickt wurde ... 

Die Impressionen ...









Trinity beim abendlichen Spaziergang!


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