Montag, 6. Juli 2015

Westkapp, Norwegen, 5. Juli 2015

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Zweimal Westkapp an einem Tag? Genau, das haben wir fertig gebracht!

Nach dem wir festgellt hatten, dass der Aufenthalt in Selje sich in die Länge ziehen würde, haben wir uns gedacht, mit der Anlehnung an die heilige Sunnivas Berufung, dem Westkapp einen Besuch von oben zu erstatten.

Kurz darauf haben wir erfahren, dass es weder ein Auto zu mieten gibt, noch irgend ein öffentliches Verkehrsmittel.

Der Skipper hat nicht losgelassen und sich an fast alle Stellen gewandt, um Infos zu beschaffen. Er kam mit halbvollen Händen zurück und erzählte, es hat sich jemand bereit erklärt, seinen Sohn zu fragen, ob er unseren Ausflug organisieren würde, er wollte sich melden.

Tag darauf kam der Mann zum Schiff und bot uns an, für NOK 400, unser Vorhaben zu realisieren, gebongt!

Eine halbe Stunde später sassen wir in seinem Gefährt und haben die Sporen gegeben. Eine wunderbare Fahrt durch das einsame Gebirge führte uns zum Hochplateau vom Westkapp.

Was für ein Anblick und Ausblick, mit Bildern leider nicht darstellbar. Es war warm aber leider diesig.   

Nun haben wir von oben beobachtet, dass die Boote, die da unten verkehrten, kaum Stampfbewegungen zeigten, also können wir heute noch rüber? Die Vorhersagen waren anders.

Gedacht, gesagt und Zustimmung. eine halbe Stunde später, nach der Rückkehr vom Ausflug, Leinen los und ein! Wir waren unterwegs, zum zweiten Mal an einem Tag am Kap!

















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Samstag, 4. Juli 2015

Selje, Norwegen, 3. bis 5. Juli 2015

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Selje war nicht auf dem Plan, er wurde uns untergeschoben. die bösen Zungen meinen, die heilige Sunniva von Selje hat uns gerufen!

In Maaloey hatten wir alles akribisch geplant. Die "Planbestätigungsprüfung" wurde auch eine Stunde vor der Abfahrt durchgeführt. Es wurde uns suggeriert, dass wir bei achterlichem Wind von 7m/s, in Boen 10m/s, und achterlichen Wellen von sage und schreibe nicht mehr als einem Meter die Umrundung des Westkapps, quasi im Schlaf, schaffen würden.

Es war Essig!
Wir hatten schon beim Verlassen des Hafens in Maaloey 10m/s direkt von achtern und somit nicht einsetzbar. Wegen der Planung wollten wir keinen Zeitverlust, wegen des Kreuzens vor dem Wind, hinnehmen. Wir sind halt so genau!

Als wir die Windschatten verließen, hatten wir bald, allein mit der Arbeitsgenua, 7,5 Knoten über Grund.
Es machte richtig Spaß, die inzwischen wachsende Wellen durchzupflügen.
Von Weitem beobachteten wir das Kap, wie es mehr und mehr in Wolken gehüllt wurde, bis fast nichts mehr von ihm zu erkennen war.
Ich habe einmal beschlossen abzufallen und Selje anzusteuern, dann wurde der Wind schwächer, ich dachte, die Planung im großen und ganzen wird doch stimmen und machte die Kurskorrektur wieder rückgängig. 
Inzwischen war der Wind ca. 13m/s, wir stampften in den immer größer werdenden Wellen, es machte noch Spaß!
Erst als ich feststellte, das wir nicht mit irgend welchen Boen, sondern mit Starkwind zutun hatten, 17m/s über Minuten, habe ich die Reißleine gezogen und bin abgefallen, mit dem Wind und Wellen wollte ich das Kap nicht umrunden. Zu Heike habe ich gesagt, wir segeln nach Selje.

Nun hatten wir halben Wind und seitliche Wellen, viel Spaß hatten wir nicht mehr. Es war harte Arbeit über mehr als eine Stunde.

Als wir in den Hafen von Selje einliefen war plötzlich alles ruhig, befreit von Wind und Sturm und von dem bösen Hosenwurm!
Das Festmachen?, reine Routine!

Nun sitzen wir hier und wissen nicht genau was man da macht, aber irgend wie kriegen wir es hin, es war doch schon mal einer da, er hat es auch gebracht, halleluja!*

Das Abwarten ist angesagt!

Route: 14 Seemeilen, bis heute: 695
02:42 Stunden, Temp.: 20-16°C
Sonnenaufgang: 03:53, Sonnenuntergang: 23:31
Planung, weiße Linie, und Wirklichkeit!
Maaloey, fröhlich haben wir den Hafen verlassen











Noch ist alles klar und es macht Spaß
Das Kap verhüllt sich immer mehr










Die Lage beruhigt sich immer mehr,
je näher wir an Selje kommen.
Das Kap ist nicht mehr zu sehen

Selje, die Suppe dampft!












* Frei nach Udo Lindenberg
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Freitag, 3. Juli 2015

Maaloey, Norwegen, 1. bis 3. Juli 2015

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Maaloey soll die Wartestation, vor der Umrundung des Westkapps, werden.
Zur Zeit herrschen dort 3 m Wellen und 15 m/s Wind, also von dem Gedanken der Umrundung keine Rede. Morgen soll es aber ab 16 Uhr möglich sein, 1 m Wellen von SW und 5 m/s Wind von NW, Klasse nicht wahr?
Die Vorfreude begrenzt sich auf ein Minimum, dafür haben wir häufig etwas anderes erlebt.
Heute stöhnen wir bei über 30°C, vor Hitze, morgen soll es ein klein wenig abkühlen.

Nach der Hitze kam gestern Abend, für ca. 4 Stunden, ein Sturm auf. Wir wären beinahe weggeblasen, insbesondere weil der Wind sich gedreht hatte und nunmehr von achtern blies. Die Schaukelei erinnerte an eine Kirmesfahrt, Spaß machte es trotzdem nicht.

Heute sieht es wieder gut aus, der Regen hat aufgehört und der Sonnenschein beschert uns 20°C.

Route: 70 Seemeilen, bis heute: 680
13:00 Stunden, Temp.: 17-22°C
Sonnenaufgang: 03:53, Sonnenuntergang: 23:33












Eivindvik beim Verlassen des Hafens
Unterwegs ...


Begegnung mit "norske hesten", dem norwegischen Pferd


Vorbei an Floroe ...



... und Insel Kinn

Vor Maaloey ...
... Hornelen, mit 860m Höhe, höchste Meeresklippe
Europas ...




Ohne Mole, schaukelnd im Hafen von Maaloey

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Donnerstag, 2. Juli 2015

Eivindvik, Norwegen, 30. Juni bis 1. Juli 2015

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Eine Alternative zu Eivindvik, für die Abwechslung, haben wir nicht gefunden. Hier liegt man sehr sicher, Ausnahme bei Westwind ab 5 Bft. Es gibt hier einen Kaufmann, eine Tankstelle und ein Restaurant. Idyllisch ist der Hafen ohnehin mit einer sehr alten Kirche, die immer geschlossen ist.
Die Fahrt war ein Gemisch von Segeln, Motoren und "dänisch Segeln", also unter Segeln gemotort. Es war aber warm und sonnig, herrlich!


Route: 45 Seemeilen, bis heute: 610
08:40 Stunden, Temp.: 13-22°C
Sonnenaufgang: 04:05, Sonnenuntergang: 23:21












Strusshamn bei der Abfahrt
Unterwegs ...





... Heike schäft ein und ...

... der Skipper hält die Wache, wie es sich gehört!
Eivindvik, ruhig und gelassen ..






Goldregen!
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Strusshamn, Bergen, Norwegen, 28. bis 30. Juni 2015

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In Bergen sollen wir Silber-Ionen besorgen, zu Hause verschwitzt. Hier gibt es aber nur Tabletten und wir kommen damit nicht so richtig klar, mal sehen was der morgige Tag bringt.

Ansonsten möchten wir die Strassen unsicher machen und irgendwo etwas leckeres zu uns nehmen, denn nach langem Spaziergang hat man wenig Lust etwas zu kochen.

Am Dienstag soll es nun weiter nach Norden gehen. Das Wetter treibt uns, noch diese Woche, das Westkapp zu umrunden, mal sehen.


Route: 42 Seemeilen, bis heute: 566
08:23 Stunden, Temp.: 14-21°C
Sonnenaufgang: 04:10, Sonnenuntergang: 23:13












Leirvik, noch geht es ...
... aber unterwegs ...















Besorgungen in Bergen, nicht ohne sich umzuschauen ...





Die Idylle im Hafen

Das älteste Haus Strusshamns
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