Donnerstag, 18. Juni 2015

Stokken, Kristiansand, Norwegen, 16. bis 17. Juni 2015

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Stokken, Stokken, Stokken, wir denken nur noch an Stokken. Warum eigentlich? Es ist einfach, hier fühlen wir uns, alle 3, Zuhause. Die Ruhe pur, insbesondere wenn die Sonne scheint und es so lau ist wie heute. Bei den Spaziergängen begleitet uns Trinity wie ein Hund, wir wissen nicht wie diese Situation zustande gekommen ist.
Gestern Abend haben wir kurzerhand entschieden, zunächst hier her und danach, bei nächster Gelegenheit, nach Mandal zu fahren. Es sieht so aus, dass dann die Möglichkeit besteht, Kap Lindesnes zu umrunden und nach Farsund zu gelangen. Dort können wir auch den, Zuhause vergessenen, Benzin-Kanister für den Tender besorgen. Wir haben alle Kanister vergessen.

Zu früh gefreut, am Nachmittag hat es sich herausgestellt, dass unsere SIM-Karte wieder nicht aktiv ist. Da wir uns in Stokken auf einer Insel befinden, müssen wir uns morgen, in aller Herr Gotts Frühe, nach Kristiansand begeben um vielleicht dem Malheur endlich ein Ende zu setzen, "schau ma mal". 

Route: 15 Seemeilen, bis heute: 328
03:00 Stunden, Temp.: 10°-20°C
Sonnenaufgang: 04:19, Sonnenuntergang: 22:37

Der Leuchtturm vor Lillesand

Zwei ...









... Ziegen!
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Dienstag, 16. Juni 2015

Lillesand (Tortur), Norwegen, 15. Juni 2015 (Tortur)

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Die defekte SIM-Karte hat uns keine Ruhe gelassen, also geschwind zum nächsten Betreiber-Laden. In Lillesand befindet sich der Laden in einem Einkaufszentrum außerhalb und ohne Fahrzeug schwer zu erreichen. Ein liebevoller Angestellter der Kommune hat sich bereit erklärt, uns dorthin zu chauffieren und später von dort wieder abzuholen, klasse.
Dort angekommen, hat sich herausgestellt, dass unsere Karte, aus unerklärlichen Gründen, wieder gesperrt ist. Eine Wieder-Aktivierung wurde uns angeboten, mit der Folge, dass alle Guthaben aus der Karte wieder gelöscht würden.
Die Entscheidung war nicht schwer, die Karte muss aktiviert werden, komme es was es wolle. Unsere Bitte, die Telenor zu veranlassen, unsere Guthaben zurückzuerstatten wurde von dem, sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter, an den Betreiber in Arendal verwiesen und hat uns gleich die Bus-Fahrpläne in die Hand gedrückt, erstmal danke.

45 Minuten später waren wir beim Händler in Arendal und nach 5 Minuten war die Gutschrift erfolgt.

Der Hunger trieb uns wieder zu der Pizzeria, danach standen wir an der Haltestelle, glücklich und mit vollem Bauch.
Unterwegs haben wir Grimstad einen Besuch erstattet und unsere Erinnerungen aufpoliert

Übrigens der Tag war fantastisch, Sonne pur!

Grimstad ..


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Sonntag, 14. Juni 2015

Lillesand, Norwegen, 13. bis 16. Juni 2015

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Lillesand zieht uns immer wieder an, nicht dass uns hier etwas besonderes erwartet, nein sie ist uns sehr vertraut, von den Fahrten zwischen Dänemark und Norwegen. Mittlerweile hat sich auch dieser Hafen infiziert und in 300 NOK Kategorie eingereiht, schade.

Zeitig um 05:30 haben wir die Leinen, in Arendal, losgeworfen, um knapp 4 Stunden später hier festzumachen.

Schon unterwegs haben wir festgestellt, dass unsere bejubelte Internet-SIM-Karte eine Macke hat, die wir nicht beseitigen können. Bis zur nächsten Station, Mandal, sollen wir ohne sie auskommen müssen.
Zum Glück haben wir eine super Verbindung über WLAN der Kommune, stark und kostenlos. Inzwischen kommen wir uns, ohne die Wetterberichte aus dem Internet, verloren vor. Das Wetter ist stark veränderlich und nur durch die ständige Analyse beherrschbar, wir können uns halt nicht nur mit einem Barometer begnügen, wie ein Segler uns einmal erzählte. 

Wir wollten von hier zu Trinity's Lieblingshafen, Stokken. Dort wären wir aber auf unsere SIM-Karte angewiesen, die defekt ist, so sind wir gehalten, am 16. bis Mandal durchzufahren, um dort eine Ersatzkarte zu besorgen. Stokken bleibt der Rückfahrt vorbehalten.

Route: 21 Seemeilen, bis heute: 313
03:55 Stunden, Temp.: 14°-18°C
Sonnenaufgang: 04:17, Sonnenuntergang: 22:35












Arendal, beim Verlassen des Hafens
Leuchttürme, in Schärengarten sehr hilfreich ...




Lillesand, wie immer ...


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Mittwoch, 10. Juni 2015

Arendal, Norwegen, 9. bis 13. Juni 2015

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"Ein Ritt für Götter und für die, die es werden wollen" 

Immer wieder haben wir gerechnet und abgewogen, sollen wir erst nach Hirtshals, um dort vielleicht eine Woche auf das bessere Überfahrt-Wetter zu warten oder machen wir den Blödsinn und  fahren schnurstracks nach Arendal, der Blödsinn hat gewonnen.
QTVLM hatte uns vorgerechnet, dass wir von Frederikshavn bis Mitte Skagerraks zu Motoren hatten. Aber danach, sollten eine Briese und später Windstärken von 5-6 Bft uns bis vor den Hafeneingang begleiten.
YR.NO, die wir sehr schätzen, prophezeite 10 m/s und 1 m Wellen von West und das für die letzten 3 Stunden vor dem Hafeneingang.

Früh am Morgen, um 02:44 Uhr haben wir Frederikshavn verlassen. Geschwind und mit Leichtigkeit haben wir die, auf Halde liegenden, Schiffe passiert. Skagerrak als Ententeich vor uns und nunmehr die Sonne voll ins Cockpit.
In der Mitte des Skagerraks haben wir den ersten Wegpunkt erreicht und siehe da, eine leichte Briese kommt auf, auf die Stunde genau. Erst die Genua gesetzt und etwas später auch das Groß dazu, dadurch haben wir mit 5,6 knoten die leichten Wellen durchpflügt, die Maschine hatte nun ihre Ruhe.
An den nächsten 3 Wegpunkten konnten wir, wie vorausgesagt, etwas anluven und wir wurden immer schneller, 6-6,7 knoten, die Lage um 20 grad.
Unter praller Sonne legte der Wind zu und die seitlichen Wellen wuchsen über sich hinaus, entsprechend die Schräglage. 7,7 knoten waren zu viel, das Schiff fing an zu tauchen, das Groß haben wir aufgefiert, so das es gerade noch killte. Die Schräglage wurde weniger und die Geschwindigkeit um 7, mehr Segel wegnehmen wäre zu schwer gewesen . Außerdem,  das Schiff segelte sehr stabil und meisterte die, inzwischen sehr hohen Wellen, mit Bravur, wieder ein Lob an Rolf Kornmesser, dem Konstrukteur des Schiffes. 
Ein großes Lob auch an Raymarine für die neue Schubstange, der Autopilot hat hervorragende Arbeit geleistet.

An Fotos und Filmen war gar nicht zu denken, wer holt sich schnell mal die Kamera und macht einen Selfie, wärend er vom Dach fällt und sich noch in der Schwebe befindet?

Vor dem Hafen, im Schutz der 2 kleinen Inseln haben wir die Segel geborgen. Die vorhandenen Wellen waren immer noch zickig und machten uns den Weg zum Hafen schwer, eiernd sind wir angekommen. Der Hafen war nur von wenigen Booten besucht, das Festmachen wurde, dank freundlicher Gäste, zum Vergnügen.

Nach alledem, haben wir erwartet, dass Scharen von Menschen uns mit Blumenkränzen erwarten! Falsch gedacht, der Automat hat uns 300 NOK abgeknüpft, ohne zu zwinkern!

Mittwoch:
Unser Internet-Stick funktionierte nicht mehr, ein freundlicher Verkäufer hat es fertig gebracht zu veranlassen, dass unser abgelaufener Vertrag wieder aktiviert wurde, danke.
Das Schlendern durch die Stadt hat uns noch ein paar Bilder beschert!

Route: 98 Seemeilen, bis heute: 292
18:22 Stunden, Temp.: 8°-18°C
Sonnenaufgang: 04:16, Sonnenuntergang: 22:31


02:44 Uhr, Abfahrt, windstill ...



... vorbei an gähnenden Schiffen und ...

... vorbei an Skagen
Flaggenwechsel auf dem Ententeich 


Noch weht eine leichte Briese, Wir erwarten eine
andere Gangart
Hier sollten die Bilder erscheinen, die wir hätten aufnehmen sollen, von dem Spielchen, dass Rasmus mit uns trieb.
Es kam alles so plötzlich, dass wir nicht mehr in der Lage waren unsere Kamera zu holen, geschweige sie einzusetzen. Schade, Es wären eindrucksvolle Aufnahmen geworden, insbesondere weil die Sonne alles überflutete.

Arendals Impressionen ...








Der Dom war leider geschlossen




















Segel mit einem heißen Gurt gebunden!
Beseitigung der Salzkruste











Erste Erfolge

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Sonntag, 7. Juni 2015

Frederikshavn, Dänemark, 5. bis 9. Juni 2015

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Kurz nach Sonnenaufgang waren wir wieder auf den Beinen. Um 06:40 Uhr haben wir den Hafen verlassen und direkt Segel gesetzt. Der Südostwind schob uns gemächlich nach Norden.
Kaum hatten wir den Leuchtturm passiert, 4er Wind.
In praller Sonne, der starke Wind und die Strömung haben uns Stunden um Stunden mit über 6 knoten weiter gebracht. Wie Oma und Opa, nebeneinander die Sonne genießend, ohne zu steuern. "Ach, wie ist das schön. So was hat man lange nicht gesehen"!
Ab 13 Uhr wurde der Wind heftiger und die Wellen höher. Wir wurden schaukelnd, mit über 7,8 knoten über dem Grund, vorangetragen.
In der Höhe der Saeby Marina haben wir doch das Groß geborgen, die Genua alleine brachte uns auf über 5 knoten. Die 2 Tümmler schienen von den Geschäftemachern der Marina Frederikshavn arrangiert worden zu sein! Sie begleiteten uns spielend bis fast vor den Hafeneingang.
Den besten Platz hatten sie für uns reserviert, in einer Box. Der Regen hat uns am Ende knapp verpasst.

Vielleicht haben wir Glück und können den Skagerrak am Dienstag überqueren, wenn nicht, steht uns eine Überfahrt nach Hirtshals bevor. Von Hirtshals können wir dann die kleine Passage nach Lillesand antreten, wann? Der Rasmus soll gefragt werden! 

Route: 65 Seemeilen, bis heute: 194
11:30 Stunden, Temp.: 9°-18°C
Sonnenaufgang: 04:21, Sonnenuntergang: 22:10












Grenaa schläft, wir gehen ...




Frederikshavn, sonnig und doch bissig kalt ...


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Grenaa, Dänemark, 4. bis 5. Juni 2015

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Wieder früh aufgestanden, scheinbar lassen uns die verlorenen Zeiten nicht ruhen!
Es ist sonnig und ruhig, wir motoren los, um eine Stunde später, unter Vollzeug und Westwind mit über 6 Knoten gen Grenaa zu ziehen.
Auf der Rückseite von Tunoe, hat uns der Wind schlagartig verlassen und uns für 3 Stunden zum Motoren gezwungen.
Um 16 Uhr war aber der Wind mit Kawumm da, wir waren nunmehr mit über 7  Knoten unterwegs.
Um 19:30 Uhr waren wir, an unserem Lieblingsplatz, festgemacht. Der Hafen ist noch sehr leer, von geliebter Spezialpizza keine Rede, es ist ja noch nichts los.

Das Lokal im Hafen wollte uns ein Sommerbuffet, für 249 DK pro Person abknüpfen. Wir waren aber schlauer und haben ein chinesisches Buffet vorgezogen mit späterer Bereuung!

Route: 68 Seemeilen, bis heute: 129
13:15 Stunden, Temp.: 9°-18°C
Sonnenaufgang: 04:29, Sonnenuntergang: 22:00













Raus aus dem Hafen in Fredericia ...
... und rein in einem traumhaften Segeltag





Angekommen und ...

festgemacht

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Montag, 1. Juni 2015

Fredericia, Dänemark, 31. Mai bis 4. Juni 2015

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Kurz nach 5 Uhr war der Skipper auf den Beinen, die arme Heike wurde unsanft aufgeweckt, aufstehen, wir wollen los!
Um 06:30 Uhr, in voller Montur, haben wir Maasholm verlassen, leicht bedeckt 8° C.
Bis Aarösund war alles klar, keine Tropfen und raumer Wind, bis 17° C. Wir machten Meilen mit bis zu über 7 Knoten. 
Danach kam der Wind direkt von Achtern mit hohen Wellen, die Genua wurde geborgen, es reichte trotzdem für 4 bis 7 Knoten, der 5er Wind schob uns voran, bis Middelfart
Es musste kommen was vorausgesagt war, der Regen. Klitschnass und unter obligatorischem Anlegewind, haben wir schließlich um 18:30 Uhr festgemacht, der Wind hat es uns wahrlich nicht leicht gemacht.

Hier sitzen wir noch ein paar Tage fest und zur Zeit genießen wir die Sonne, weit draußen ist es total ungemütlich! 

Route: 62 Seemeilen, bis heute: 62
12:00 Stunden, Temp.: 8°-17°C
Sonnenaufgang: 04:38, Sonnenuntergang: 22:00











Maasholm, nach dem Abschied
Die Kleine-Bellt-Brücke 

Der Hafen
Eine dänische Idylle












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